Rückblick

07.07.2013

Die glutheiße Fahrt nach Amsterdam, jetzt mit Video!

Zunächst lief alles planmäßig. Leider nur zunächst...
Mit leichter Verspätung begann die Fahrt in Dortmund. Die schöne E-18 aus Halle an der Saale brachte uns schnell nach Bad Bentheim, wo bereits die stolze 01 1075 aus Rotterdam laut pfeifend auf uns wartete. Leichter Nieselregen empfing uns. Nicht schlecht dachte ich noch, dadurch kann die Brandgefahr etwas eingedämmt werden. Es herrschte Waldbrandstufe 3, ab Waldbrandstufe 4 wird es schwierig für kohlegefeuerte Dampfloks, ab Waldbrandstufe 5 dürfen Kohleloks nicht mehr fahren. Pünktlich verließen wir den "Grenzbahnhof" Bad Bentheim mit der kohlegefeuerten 01 1075. Schon bald mussten wir die Fahrt kurz unterbrechen. Hinter uns wurde ein kleiner Böschungsbrand gemeldet. Wahrscheinliche Ursache: Der alte Dampfschnellzug. In Amersfoort wurden wir erneut vom Fahrdienstleiter gestoppt. Es wurden 3 weitere kleine Brände gesichtet. Die Weiterfahrt mit Dampf wurde uns - aus verständlichen Gründen - verwehrt. Wir hatten aber Glück! Direkt neben unserem Zug stand eine DB-Schenker-Diesellok, die sehnsüchtig darauf wartete, auch einmal einen stolzen Schnellzug ziehen zu dürfen. Der Lok konnte geholfen werden....:-)) Es wurde noch ein Abstellplatz für die Dampflok gesucht, dann die Diesellok vorgespannt und weiter ging es recht modern in Richtung Amsterdam. Unterdessen wurde hinter den Kulissen eifrig an einem neuen Fahrplan für den Rückweg gebastelt. Durch das Aussetzten der Dampflok war insgesamt eine Verspätung von deutlich über eine Stunde entstanden. Da uns zugesagt wurde, dass wir auf dem Rückweg eine ganz moderne und schnelle E-Lok der Baureihe 189 nehmen durften, wurde entschieden, in Amsterdam etwa eine Stunde später abzufahren. Dadurch hatten unsere Fahrgäste immerhin noch einen ausreichend langen Aufenthalt von rund 5,5 Stunden. Somit begann der Rückweg um 19:18 Uhr. Die moderne E-Lok brachte uns sehr schnell nach Bad Bentheim, wo wiederum die uralte E 18 vorgespannt wurde. Mit nur noch leichten Verspätungen wurden die Ausgangsbahnhöfe erreicht. Hier verließen unsere lieben Fahrgäste zufrieden winkend den Zug. Es war eine besondere Fahrt mit insgesamt 4 verschiedenen Loks. Alle Traktionsarten waren würdig vertreten. (Dampf- Diesel- und E-Lok) Schade, dass wir die Dampflok nur kurz erleben durften. Wir sind dennoch froh, das Beste aus der schwierigen Situation herausgeholt zu haben. Dafür bedanke ich mich herzlich beim Verein "Stoom Stichting Nederland" aus Rotterdam, deren "Krisenmanagement" bestens funktioniert hat. Bedanken möchte ich mich auch bei unseren Fahrgästen für Ihr großes Verständnis, ihre Geduld und ihre unbändige Feierlaune. :-))
Ganz besonders möchte ich mich an dieser Stelle bei "meinen" Westfalendampfern bedanken, die seit Anfang Mai unermüdlich und oft unter schwierigen Bedingungen entscheidend dazu beigetragen haben, dass die "großen Sommerfahrten 2013" ein so großer Erfolg wurden.
Wie es unseren Fahrgästen gefallen hat, entnehmen Sie bitte unserem "Gästebuch".

So, nun machen wir erst einmal alle schön Urlaub und vergessen die Eisenbahn einfach einmal für einige Wochen.... naja sagen wir mal Tage... :-)

Alles Gute!

Ihr

Thomas Wermers

Ps. Erste Infos zu unseren Winterfahrten gibt es hier Mitte September.



Impressionen

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