Unsere Züge

Westfalendampf ist eine ganz "arme" Arbeitsgemeinschaft: Wir besitzen noch nicht einmal eigene Lokomotiven oder Wagen. Für jede Fahrt mieten wir uns von befreundeten Eisenbahnvereinen interessante Lokomotiven und passende Wagen an.

Der Vorteil für Sie:
Wir unternehmen Fahrten mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen. Im Laufe der Zeit haben wir viele historische Lokomotiven eingesetzt. Einige sind mittlerweile leider nicht mehr in Betrieb. Die Liste ist schon beeindruckend, folgende Fahrzeuge wurden bislang durch Westfalendsampf eingesetzt: 01 150; 01 533; 01 1066; 01 1075; 01 1102; 03 1010; 18 201; 23 071; 23 076; 24 009; 38 2267; 41 096; 41 360; 50 3655; 52 8134; 52 8148; 58 311; 78 468; 99 5901; 99 5902; 99 72; Dampflok Borkum; Dampflok Haselünne; E 10 278; E 18 047; 103 222; E 42 151; 1142 704; 215 082; 216 002; V 65 001; 212 007; V200 033; V200 116; 221 135; V 320 001!; VT 98 und viele mehr...


Unsere befreundeten Eisenbahnvereine erhalten u. a. durch die Einnahmen aus unseren Fahren ihre historischen Lokomotiven und Fahrzeuge.

Kurzum: Eine prima Sache für alle!

Nun möchten wir Ihnen kurz einige "unserer" Fahrzeuge vorstellen, zunächst die Lokomotiven:


Dampflokomotiven:

01 519

01 519 kann auf ein bewegtes Lokomotivleben zurückblicken. Sie wurde von Henschel & Sohn in Kassel im Juni 1936 unter der Fabrik-Nr. 22929 gebaut und als 01 186 an die DRG abgeliefert. Abgenommen wurde sie am 17. Juni 1936. Ihr erstes Heimat-Bw war Dresden Altstadt. 1963/64 rekonstruierte das Raw Meiningen die Lok unter der Fab.-Nr. 212. Sie bekam u.a. einen neukonstruierten Kessel, der vom Raw Halberstadt unter der Nummer 267 hergestellt worden war. Nach der Indienststellung am 29. Februar 1964 erhielt sie die Nummer 01 519, ab 1970 EDV-gerecht als 01 0519-7 genummert. Es war im übrigen die erste Reko-01 mit Ölhauptfeuerung.

01 519 blieb nach ihrer Ausmusterung im Jahr 1982 erhalten. Sie wurde zusammen mit 01 510, 01 513 und 01 517 von der Deutschen Reichsbahn (DR) zu Heizzwecken an den VEB Brauerei Greifswald abgegeben. Die Loks wurden hierfür Ende Oktober 1982 von Gerstungen nach Stralsund überführt und im Bf. Hornstorf (bei Wismar) im November 1982 auf Kohlefeuerung umgebaut. In Greifswald waren sie als stationäre Heizanlagen für die Brauerei, das Krankenhaus und weitere, umliegende Betriebe im Einsatz. Für jeden Einsatztag erhielt die DR 603,- M (!). Dieser Einsatz endete im Oktober 1988 mit der Inbetriebnahme einer neuen Heizanlage. Im Sommer 1989 wurde dann mit der Verschrottung der Lokomotiven durch die DR begonnen.

Die Wende

Buchstäblich in letzter Sekunde konnte 01 519 als letzte der Vier vor dem Schneidbrenner gerettet werden. Beim Tender (übrigens von 44 1233) hatte man bereits mit der Verschrottung begonnen. Der Grund für die Rettung war ein Kompensationsgeschäfte zwischen dem Lichtensteiner Touristikunternehmen Jelka und der DR für den Einsatz eines Triebwagens VT 601 als IC zwischen Hamburg und Berlin. Die Lok wurde in einem erbärmlichen Zustand im September 1990 dem Raw Meiningen zugeführt und dort wiederaufgearbeitet. Diese Hauptuntersuchung (HU) kam beinahe einem Neubau gleich. Der Tenderaufbau, das Führerhaus, einige Lager sowie die Kessel- und Zylinderverkleidungen mußten neu hergestellt werden.

Die 01 519 wird heute durch die Eisenbahnfreunde Zollernbahn e.V. mit Sitz in Rottweil (Schwarzwald) betreut und liebevoll gepflegt. Im Sommer 2018 ist die stolze Lok für Westfalendampf in Norddeutschland vor schweren Dampfschnellzügen unterwegs.

01 519 01 519

01 1066 bzw. 012 066-7

Gebaut wurde die stromlinienförmig verkleidete Schnellzugdampflok 01 1066 im Jahr 1940 von der Maschinenfabrik BMAG (vormals Schwartzkopff).
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Stromlinienverkleidung entfernt. 1954 bekam die 01 1066 einen neuen Hochleistungskessel und 1957 erhielt sie eine Ölhauptfeuerung. So ausgestattet erbrachte die 140 km/h schnelle Lok Höchstleistungen. Sie gehört zu den schnellsten und mit 2470 Ps zu den leistungsfähigsten Deutschen Dampfloks.

Zuverlässig tat sie bis zum 31. Mai 1975 Dienst bei der Deutschen Bundesbahn. An diesem Tag hatte die Lok die Ehre, den letzten planmäßig dampfbespannten Schnellzug in Westeuropa auf der Emslandstrecke zu befördern. Nachdem die Lok bei der DB ausgemustert wurde, kauften die Ulmer Eisenbahnfreunde die Lok. Seitdem zeigt sie vor gelegentlichen Sonderzügen ihre herausragende Leistungsfähigkeit.

Von Westfalendampf wurde die Lok in der Vergangenheit häufig eingesetzt. Ziele waren u.a. Oberwesel, Cochem, Amsterdam, Hamburg, Linz, Norddeich- Mole, Emden, Goslar und Wernigerode. Bei diesen teilweise bis zu 13 Wagen schweren Schnellzügen leistete die Schnellzugdampflok hervorragende Dienste.

01 1066 01 1066

78 468

78 468: einzige betriebsfähig erhaltene 78er (ehem. preußische Baureihe T18) in Deutschland.

Bis 1923 wurden für Preußen insgesamt 462 Loks der Gattung T 18 gebaut, für andere Bahnverwaltungen 74 Stück. Nach 1945 verblieben im Bereich der DB noch 424 und bei der DR 53 Maschinen. Diese Loktype war u. a. von Mitte der 20er Jahre bis 1966 im Bahnbetriebswerk Gronau beheimatet und zog überwiegend Personenzüge auf den Nebenstrecken des Münsterlandes.


Die 78 468 wurde 1923 bei Henschel & Sohn, Kassel, gebaut.
Zunächst war sie im Bahnbetriebswerk (Bw)  Gleiwitz der Eisenbahndirektion Kattowitz/Oppeln stationiert.
1944 kam sie von dort zur Reichsbahndirektion Wuppertal und wurde dem Bw Hagen Eck zugewiesen. 22 Jahre lang war sie in Nordrhein-Westfalen – überwiegend im Raum Wuppertal – im Einsatz. Von Ende 1966 bis zu ihrer Abstellung im April 1969 wurde sie in Hamburg eingesetzt und am 10.07.1969 dort ausgemustert.

Äußerlich hergerichtet wurde die Lok Ende der siebziger Jahre im Museum für Hamburgische Geschichte. Zu einer betriebsfähigen Aufarbeitung der Lok kam es jedoch noch nicht.
1998 hat die Historische Eisenbahn Oberhausen die Lok von der DB AG erworben. Durch ein Förderprojekt gelangte sie dann in das Eigentum der Stadt Oberhausen.
Die Lok wurde 1999 in Meiningen betriebsfähig aufgearbeitet und gilt als eine der schönsten Dampfloks in Deutschland. Seit 2007 wird die Lok von Lengerich aus eingesetzt.

Höchstgeschwindigkeit 100 km/h, Lokdienstgewicht 106 to, Leistung 1140 Psi, Bauart 2`C 2` h2, Inhalt der Wasserkästen 12 m³ (reicht für 80 bis 100 km Zugfahrt), des Kohlenkastens 4,5 to. Beim Lokpersonal war die Baureihe 78 wegen ihrer Zuverlässigkeit und Sparsamkeit sehr beliebt. Westfalendampf setzt die schöne „Preußin“ häufig vor typischen Nebenbahnzügen ein.

78 468 78 468

Diesellokomotiven:

V200 033

Kaum eine Lokomotivbaureihe der Deutschen Bundesbahn prägte das Erscheinungsbild der Bahn wie die V 200. Sie war das Symbol für die moderne Eisenbahn und den Strukturwandel in der Wirtschaftswunderzeit.

30 Jahre war sie das Rückgrat im hochwertigen Reisezug- und Güterzugdienst der Deutschen Bundesbahn, bis sie durch Elektrifizierung und modernere Fahrzeuge abgelöst wurde.

Die V200 033 wurde 1956 durch die Maschinenfabrik Krauss-Maffei gebaut. Beheimat war die 2200 Ps starke Lok in Frankfurt Griesheim, Villingen/Schwarzwald, Oldenburg und zuletzt in Lübeck. Dort wurde die Lok am 31.07.1984 als eine der letzten V 200er ausgemustert. Noch im gleichen Jahr wurde die Lok durch die Hammer Eisenbahnfreunde gekauft. Seitdem wird die liebevoll gepflegte Lok vor Sonderzügen eingesetzt. Für Westfalendampf fuhr die Lok vor Sonderzügen u.a. nach Mühlhausen/Thür., Oberwesel, Wernigerode und nach Aachen. Auf Teilstrecken unterstütze die Lok auch die 01 1066 vor überschweren Westfalendampfsonderzügen.

V200 033

Schnellzugreisewagen:

unsere" Wagen zeigen, in denen unsere zufriedenen Fahrgäste reisen:
(Je nach Wagenbauart können die hier gezeigten Wagen von den eingesetzten Wagen etwas abweichen)>

Allgemeines

Unsere Schnellreisezugwagen bestehen in der Regel aus mehreren Abteilen mit jeweils 6 Sitzplätzen. Dabei können die Wagen als reine 1. oder 2. Klasse Wagen oder auch als geteilte Wagen mit 1. und 2. Klasse ausgeführt sein.

Das Rauchen ist in unseren Zügen verboten.

Schnellzugreisewagen

1. Klasse

Die erste Klasse zeichnet sich durch gepolsterte und sehr bequeme Sitze in 6er Abteilen aus. Je nach Wagenbauart können auch Leselampen für eine gemütliche Stimmung im Abteil sorgen.

Gegenüber der 2. Wagenklasse genießen Sie mehr Beinfreiheit und mehr Reisekomfort durch die ausgezeichneten Sitzpolster und gehobene Abteiloptik.

1. Klasse

2. Klasse

Die zweite Klasse zeichnet sich durch 6er Abteile mit weniger Beinfreiheit und weniger Komfort aus.

Trotzdem loben viele unserer zufriedenen Fahrgäste diese Sitze als bequem und angenehm.

2. Klasse

Barwagen

Im Barwagen ist immer super Stimmung. Ein DJ mixt immer beste Musik und garantiert tollen Tanzspaß und Feierstimmung. Bei günstigen Preisen lassen sich Getränke und Speisen genießen.


Nahverkehrswagen:

Allgemeines

Unsere "kleinen" Züge bestehen in der Regel aus Donnerbüchsen, sogenannten Umbauwagen oder ähnlichen Nahverkehrswagen.

Sie zeichnen sich durch Robustheit aus und sind für niedrige Geschwindigkeiten mit häufigem Fahrgastwechsel konzipiert.

Auch die Holzbänke in der 3. Klasse sind so angenehm, dass unser Lokpersonal und Zugführer gleich darauf Platz nehmen wollten ... Durch die ergonomisch ausgeführte Bauweise sind diese Holzbänke für die Wirbelsäule besonders gut verträglich.



Impressionen

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